Wie der SPIEGEL arbeitet

By Adam

Der SPIEGEL ist bei uns ein „Dauerbrenner“, hier ein weiteres Beispiel für seine intrigante und unsachliche Medienarbeit zur LINKEN – es ist gut, dass – endlich auch – DIE LINKE selbst diesen Umgang mit ihr beklagt und Motive dafür benennt.

„19.09.2009 Gysi an »Spiegel« mit »eher unfreundlichen Grüßen«

Wahlkampf: Hamburger Magazin als Sturmgeschütz gegen die LINKE Die Bundestags-Linksfraktion machte am Freitag einen Briefwechsel zwischen dem »Spiegel« und dem Fraktionsvorsitzenden Gregor Gysi öffentlich. Das Hamburger Magazin kündigte Gysi einen »aktuellen Artikel« über seine »Rolle als Rechtsanwalt und insbesondere als Vorsitzender des Berliner Kollegiums« im Jahr 1989 an. Berlin (ND). Mit dem Datum »Berlin, den 17. September 1989« und der Faxeinstellung »05-Jan-1996« übermittelte das Blatt Gysi am Donnerstagnachmittag 19 Fragen, »um deren Beantwortung wir Sie … bitten müssen«. Mitten im Wahlkampftrubel setzte das Magazin dafür eine Frist bis Freitag 10 Uhr, abzüglich der Nacht also von etwa einem halben Tag. Die Fragen beziehen sich vor allem auf die Jahre 1988 und 1989. Es geht unter anderem um Gysis Arbeit als Parteisekretär im Rechtsanwälte-Kollegium. Gefragt wird, warum er bestimmte Briefe aus dem Westen nicht beantwortet und warum er über Reisen in den Westen – nach Angaben Gysis sämtlichst Dienstreisen, z. B. zu juristischen Kongressen – Berichte an das DDR-Justizministerium angefertigt hat. Gysi soll Auskunft über ein Mandantengespräch in Westberlin geben, abermals wird ein Treffen mit »dem Stasioffizier Berger« angeführt, und er soll erklären, warum er vor 20 Jahren gebeten hat, ihm nervende Zollkontrollen an der DDR-Grenze zu ersparen. Die Fragen lassen auch rein Privates nicht aus. So wird Gysi aufgefordert zu erklären, »von welchem Geld« er sich ein West-Auto kaufte und wieso er Fördermitglied des BFC Dynamo war. In seiner Antwort an den fragenden Redakteur Peter Wensierski nahm Gysi »zur Kenntnis, dass Sie in Ihrem Hass gegen mich absolut blind sind«, und rügt die mangelnde Recherche. Zum Beispiel habe er nie eine Parteihochschule besucht, wie eine der Fragen unterstellt. Die Frage nach der Zollkontrolle kontert Gysi mit der Gegenfrage »Haben Sie Zollkontrollen gerne?«. Auch Antworten, die den »Spiegel«-Redakteur »überhaupt nichts angehen«, erteilt er: Sein Auto habe er aus der Erbschaft seiner Großmutter bezahlt, die in Paris lebte. Auf zweieinhalb Seiten geht Gysi die »bösartigen Fragen« Punkt für Punkt durch und endet mit der Feststellung: »Da Sie von der DDR keine Ahnung haben, können Sie sich das Leben dort ohnehin nicht vorstellen.« Vermutlich würden die Antworten den »Spiegel« auch nicht interessieren, er werde weiter »voller Gift und Galle« schreiben, um noch kurz vor dem Wahltermin »gegen die Partei Die Linke in den Wahlkampf einzugreifen«.“

Quelle: http://www.neues-deutschland.de/artikel/156032.gysi-an-spiegel-mit-eher-unfreundlichen-gruessen.html?sstr=gysi

3 Antworten zu „Wie der SPIEGEL arbeitet“

  1. fred mann sagt:

    Der folgende Beitrag wurde von der Zensur von „Hartaberfair“ wegzensiert, weil der Artikel 5 GG scheinbar ungültig ist. Sicher ist dieser Beitrag linksbelastet und volksnahe. Umgekehrt hätte die ARD bei einer Rechtsorientierung keine Einwände zur Meinungsfreiheit, die es evtl. noch geben könnte:
    Text:
    Wer dieses Votum liest, kommt zu Schluss, dass in D Änderungen nötig sind! Keiner will die Ausweitung des Niedriglohnsegmentes, keiner will Rente67, Erststudenten wollen keine St- Gebühren, deutsche Kinder wollen nur einen Lehrplan u. keine Leerpläne, Rentner wollen sichere angepasste Renten, das Volk will Mindestlöhne, alle wollen sichere Energiepreise, nur eine bürgerversichernde Krankenkasse, eine staatl. Grundrentenversicherung, niemand will die Agenda-Fortsetzung, alle wollen Arbeit in Menschenwürde, alle wollen gleiche Bildungschancen für alle, Bürger wollen gerechte Steuern auch für Superreiche, Wähler wollen gleiches Recht für alle, kostenlose Kita-Plätze für alle Kinder, Bürger wollen Sicherheit im Lande u. nicht am Hindukusch… usw. Will das die kapitale Front der SPD,CDU,FDP,GRÜNE? Nein, das wollen die Anderen, die im Bundestag links sitzen. Was lehrt uns diese derzeitige neurolinguistische Penetrierung? Immer mehr Wähler wollen lieber als Ausweg die LINKE vertrauen! Basta!
    Ende Text,…. Danke!

  2. Jemand sagt:

    Der SPIEGEL ist nach Aussage seines Gründers Augstein ein nationalliberales, bürgerliches Blatt. Das Magazin tritt demnach für Kapital, Imperialismus und Krieg ein. Ich verstehe die Empörung deshalb nicht, vom Wolf erwartet man doch auch nicht, dass er zum Vegetarier mutiert.

    Der SPIEGEL und alle anderen bürgerlichen Blätter gehören in den Orkus der Geschichte. Dies wird aber erst nach der Etablierung einer sozialistischen Gesellschaft möglich sein.

    • G.K. sagt:

      Jemand sagt: 22. September 2009 um 00:16

      Sie schreiben:

      „Der SPIEGEL und alle anderen bürgerlichen Blätter gehören in den Orkus der Geschichte. Dies wird aber erst nach der Etablierung einer sozialistischen Gesellschaft möglich sein.“

      Was Sie hier schreiben, klingt in meinen Ohren sehr stark nach Zensur! Zensur ist mit einem demokratischen Staat und insbesondere auch mit dem Gedcankengut eines „demokratischen Sozialismus“ unvereinbar!

      Dies bedeutet nicht, daß die heutigen Medienstrukturen für alle Zeiten in Stein gemeißelt sind oder gar sollten. Ich zitiere aus einem meiner vorangegangenen Einträge in diesem Blog:

      „Die Feststellung Oskar Lafontaines zur Konzentration der privatwirtschaftlichen Medienmacht in den Händen von ca. 10 einflußreichen Familien entspricht den Tatsachen. In dem Beitrag “Medienmonopole – eine Gefahr für die Demokratie” schrieb Eckart Spoo im Mai 2008:
      http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=12411

      „Als 1965 der konservative Journalist Paul Sethe (Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung) die Pressefreiheit suchte, fand er sie weder bei den Journalisten noch bei den auf Medien angewiesenen Bürgerinnen und Bürgern, sondern schon damals erkannte er, unter den realen Verhältnissen der Bundesrepublik Deutschland sei Pressefreiheit „die Freiheit von 200 reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten“ bzw. durch von ihnen bezahlte Journalisten verbreiten zu lassen. (…)
      Paul Sethes anfangs zitierte Äußerung ist dahingehend zu aktualisieren, daß der weitaus größte Teil der deutschen Presse heute in der Hand von nicht mehr als zehn Konzernen ist (Bauer, Bertelsmann, Burda, DuMont, Holtzbrinck, Ippen, Madsack, Springer, Stuttgarter Zeitungsverlag und WAZ).““

      So weit der Auszug aus einem meiner früheren Kommentare.

      Zu dieser Thematik veröffentlichte die HARVARD BUSINESS REVIEW im Mai/Juni 1996 (auf deutsch erschienen im HARVARD BUSINESS MANAGER 4. Quartal 1996) einen interessanten Aufsatz des kanadischen Management-Professors Henry Mintzberg (Titel seines Aufsatzes: “Den Staat besser managen – nur wie?”). In diesem Beitrag heißt es:

      “Heute entspricht es der vorherrschenden Stimmung, öffentliche Dienstleistungen besser zu privatisieren. Dafür spricht gewiss manches. Doch in einem guten Teil der Fälle wäre es dumm. Und wenn wir schon so erpicht darauf sind, alles genau zu prüfen, was nicht unter staatlliche Regie gehört, warum sollten wir dann nicht ebenso fleißig bemüht sein, einmal in Augenschein zu nehmen, was nicht in den Sektor Privatwirtschaft gehört?
      Nehmen Sie zum Beispiel die Zeitungen. Kann es sich eine demokratische Gesellschaft leisten, alle Zeitungen im Privatsektor anzusiedeln, besonders wenn sie sich in wenigen Händen konzentrieren, die gegebenenfalls großen politischen Druck ausüben können? Andere Eigentumsmodelle sind sehr wohl denkbar und tatsächlich auch bei einigen der angesehensten Zeitungen der Welt realisiert – etwa bei dem Nicht-Besitzer-Modell des englischen “Guardian” und den vielfältigen genossenschaftlichen Eigentumsverhältnissen (Redakteure und Leser samt einigen Stiftungen) bei “Le Monde” in Paris.
      Lassen Sie uns nie vergessen:Zweckbestimmung der Demokratie ist ein freies Volk, nicht freie Institutionen. Darum tun wir gut daran, wenn wir den Kräfteausgleich in unserer Gesellschaft gründlich verfolgen – ehe der Kapitalismus wirklich ganz und gar triumphiert.”

      Zu dem Autor heißt es im Vorspann zu dem Artikel:

      ”Henry Mintzberg ist Management-Professor an der McGill University in Montreal, Kanada, und am INSEAD in Fontainebleau bei Paris. Derzeit leitet er ein Gemeinschaftsprojekt von fünf Business Schools- in Kanada, England, Frankreich, Indien und Japan -, bei dem ein Ausbildungsprogramm für die kommende Generation von Managern erarbeitet werden soll.”

      Der von mir zitierte Autor läßt sich, wie dessen Vita zeigt, nicht so ohne weiteres in die Ecke der angeblich so „bösen Linken“ stellen.

      Ich bin der Auffassung, daß die von dem kanadischen Professor Mintzberg geäußerten Gedanken einen Denkanstoß geben, in welche Richung unser in der Tat mehr und mehr undemokratisch strukturierter „Medienkomplex“ zu korrigieren ist.

      „Zensur“ würde demgegenüber bedeuten, daß man den Teufel mit dem Beelzebub austreiben würde.

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